Gestern wurden dem Nationalen Statistikinstitut (Instituto Nacional de Estadística, INE) in Madrid Behälter mit 590.000 Unterschriften zur Verifizierung übergeben. Diese sollen ein Gesetz erwirken, mit dem die Stiere zum Bien de Interés Cultural (dt. etwa Kulturerbe) erklärt werden.
Mit dieser Initiative versucht man das Verbot der Corrida de Toros in Katalonien rückgängig zu machen.
Die Delegation der verantwortlichen Organisation, die Federación de Entidades Taurinas de Cataluña, wurde von ihrem Präsidenten Luis María Gibert angeführt, und brachte die 40 Behälter mit den Unterschriften zum INE, wo diese auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden müssen.
Mit dem Dokument, das den Empfang der Unterschriften bestätigt, fuhr die Gruppe zum Kongress, dem Unterhaus des spanischen Parlaments, wo sie von dessen Präsidenten Jesús Posada empfangen wurde. Diesem haben sie ihr Anliegen vorgebracht.
Der Anwalt der Federación de Entidades Taurinas de Cataluña Alejandro Gasch, zeigte seine Zufriedenheit mit der Anzahl an Unterschriften und unterstrich, dass von ihnen 150.000 aus Katalonien kommen. Man erreichte also dreimal so viele wie die Plattform Prou, deren Initiative schließlich den Anstoß gab zum Verbot in Katalonien. Er erkärte, dass diese Initiative will, "dass die Fiesta de los Toros mittels Gesetz zu einem Bien de Interés Cultural auf nationaler Ebene wird."
Ebenfalls anwesend bei dem Akt waren die Matadore Santiago Martín "El Viti", Serafín Marín, Cayetano, Roberto Domínguez und Curro Vázquez, der President des Mesa del Toro Carlos Núñez, Fernando Galindo als Vertreter der Banderilleros und Vertreter der Asociación Taurina Parlamentaria, ein Zusammenschluss von protaurinischen Parlamentariern.
Der Präsident Luis María Gibert zeigte sich "sehr erfreut darüber, dem Kongress 590.000 Unterschriften übergeben zu können." Außerdem denkt er, dass es noch 10.000 mehr werden könnten. Der Vertreter betonte zudem, dass das katalanische Volk damit seine Souveränität und Liebe zu den Stieren gezeigt hat.
Der Matador Cayetano Rivera wiederum sagte wiederum, dass "ich heute als Anhänger hier bin, über meine Eigenschaft als Matador hinaus. Ich komme, um die Stiertradition in Katalonien zu unterstützen. Die dortige Arena bedeutet mir viel, denn dort nahm mein Vater seine Alternativa" (Anm: Cayetano ist ein Sohn des Matadors Francisco Rivera Pérez "Paquirri", der 1984 an einer Hornverletzung, die er in Pozoblanco/Córdoba erlitt, verstarb).
Quelle:
El Mundo, 22.3.2012: Entregan 590.000 firmas para que una ley proteja la fiesta de los toros
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