Nur wenige Jahre nach Erfindung der Kinematographie, also der Möglichkeit, bewegte Bilder festzuhalten, nahmen Geräte der Brüder Lumière, Pioniere auf diesem Gebiet, Szenen der traditionellen Osterprozessionen in Sevilla und einer Corrida de Toros in der Real Maestranza de Caballería auf. Die beeindruckenden Aufnahmen werden auf etwa das Jahr 1898 datiert. Faszinierend, wie sich diese kulturellen Ausdrucksformen seit langer Zeit kaum gewandelt haben und immer noch in einer ursprünglichen, authentischen Art und Weise kultiviert werden. Über die beteiligten Toreros und ähnliche Details ist leider nichts bekannt.
Montag, 27. Februar 2012
"Es gibt wichtigere Dinge, als die Stiertradition abzuschaffen"
Paola Dominguín im Interview
Sie ist Tochter des bekannten Toreros Luis Miguel Dominguín (1926-1996) und über diesen unter anderem auch mit den derzeit aktiven Diestros Francisco Rivera Ordóñez und Cayetano Rivera Ordóñez verwandt. Bei dieser Abstammung ist es keine Überraschung, dass die Graphikerin, Unternehmerin und Teilzeitschauspielerin Paola Dominguín auch mit der Welt der Stiere verbunden ist. Ausdruck dessen ist beispielsweise ihr Entwurf des offiziellen Plakats der diesjährigen Feria de Falla in Valencia. Eine Aufgabe, die sie sehr gerne übernahm: "Das Plakat der Fallas zu malen freut mich sehr, zum ersten Mal habe ich einen solchen Auftrag erhalten und ich habe ihn als nicht einfache Herausforderung wahrgenommen, aufgrund des Respekts, den ich gegenüber der Welt der Stiere hege. Ich habe es sehr genossen."
Dominguín und das Plakt. Quelle
In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung La Razón gab sie weitere Einblicke in ihre Ansichten über das Thema: "Mir gefallen die Stiere. Ich bin keine große Aficionada, aber sie gefallen mir, für mich ist es eine unfassbare Kunst. Sie ähnelt dem Tanz, der mich begeistert, und deshalb sehe ich eine große interpretative Beschaffenheit. Es ist ein Anreiz, eine Herausforderung mit dem Tod... Schließlich ist es eine sehr inhaltsreiche Sache."
Sie sprach auch über ihre Situation als Verwandte einiger Toreros: "Als Cayetano anfing ging ich hin, da es mich sehr freute, ihn zu sehen. Aber in Wahrheit geht es mir schlecht wenn es ein Verwandter oder ein Nahestehender ist... Man ist nicht darauf vorbereitet, zu leiden. In den letzten beiden Jahren war ich in keiner Arena; aber dann packt es mich plötzlich und ich sehe mir drei Corridas nacheinander an. Mein Vater zog sich von seinem Beruf zurück, als ich noch klein war, aber ich sah ihn, als ich dreizehn war, und es war sehr hart. Meine Mutter hingegen verstand es nie, niemals war sie davon begeistert," berichtet sie über ihre Kindheit.
Im weiteren Verlauf des Interviews äußerte sie sich auch über das Verbot in Katalonien: "Ich bin damit klarerweise nicht einverstanden. Ich denke es war eine politische Bewegung, um auf einer Seite Lärm zu machen, und sich nicht den Dingen zu widmen, denen sich ein Politiker tatsächlich zuwenden sollte, also grundlegende Probleme zu lösen, wie das Bildungswesen, der Arbeitsmarkt, das Gesundheitssystem... Es gibt wichtigere Dinge als dem spanischen Volk seine Fiestas wegzunehmen, vor allem eine so große Tradition wie die der Stiere, von der so viele Menschen leben... Und ich könnte noch mehr Dinge sagen über die Leute, die rausgehen um zu demonstrieren. Viele von ihnen waren schon in der Arena und im Allgemeinen benützen sie Leder, essen Fleisch, etc. Ich erkenne jedenfalls in ihrer Ansicht nicht viel Sinn."
Im weiteren Verlauf des Interviews äußerte sie sich auch über das Verbot in Katalonien: "Ich bin damit klarerweise nicht einverstanden. Ich denke es war eine politische Bewegung, um auf einer Seite Lärm zu machen, und sich nicht den Dingen zu widmen, denen sich ein Politiker tatsächlich zuwenden sollte, also grundlegende Probleme zu lösen, wie das Bildungswesen, der Arbeitsmarkt, das Gesundheitssystem... Es gibt wichtigere Dinge als dem spanischen Volk seine Fiestas wegzunehmen, vor allem eine so große Tradition wie die der Stiere, von der so viele Menschen leben... Und ich könnte noch mehr Dinge sagen über die Leute, die rausgehen um zu demonstrieren. Viele von ihnen waren schon in der Arena und im Allgemeinen benützen sie Leder, essen Fleisch, etc. Ich erkenne jedenfalls in ihrer Ansicht nicht viel Sinn."
Als Mensch, der sich sehr der Natur verbunden fühlt, ging sie auch auf das Leben der Stiere ein: "Ich muss sagen, dass das Leben des Stieres das beste überhaupt ist. Er gehört zu den am besten gepflegten Tieren. Viele Nutztiere wie das Schwein, das Huhn, auch die Kuh, wenn auch weniger, leben viel schlechter als der Stier. Ein Stier lebt wie ein König, vier oder fünf Jahre lang auf dem Land, behütet, geschützt, mit viel Aufmerksamkeit. Und nach fünf Jahren opfert man ihn? Ja, aber ich sehe es so, es gibt eine gewisse Vornehmheit."
Zum Schluss hielt sie noch fest: "Ich habe Toreroblut in mir und in meiner Art, zu leben. Ich denke, ein Torero ist ein Künstler, und der Stier ist Teil seines Kunstwerkes."
Quellen:
La Razón; 7.2.2012: Paola Dominguin diseña el cartel taurino de Fallas
Sonntag, 26. Februar 2012
500.000 mal "¡Sí a los toros!"
Die Federación de Entidades Taurinas de Cataluña hat ihr Ziel nach monatelangen Mühen und Anstrengungen erreicht: als Reaktion auf das Verbot der Corrida in Katalonien wurden in ganz Spanien 500.000 Unterschriften gesammelt, um eine Iniciativa Legislativa Popular (vergleichbar einem Volksbegehren) zu starten und damit zu erreichen, dass die Stiere vom Parlament zum nationalen Kulturgut erklärt werden und damit auch das katalonische Verbot aufzuheben.
Luis María Gibert, der Präsident des besagten Verbandes, erklärt die Bedeutung der Initiative: "Es wird ein "vor" und ein "nach" der Annahme der Initiative, die das Konzept und die Förderung der Stierkultur un Spanien verändern wird, geben. Die ILP dient nicht nur dazu, die Stiere in Katalonien zu schützen, sondern in ganz Spanien, weil wir haben vor, zur UNESCO zu gehen um die Stiere zum Immateriellen Erbe der Menschheit zu erklären. Auch weil es sich die Leute nicht vorstellen können oder daran denken, dass es mit Amaiur (baskisches nationalistisches Parteienbündnis, Anm.) im nächsten Jahr keine Stiere in San Sebastián geben wird und sie, wenn sie gewinnen, sie auch im Baskenland verbieten werden."
Mit der Annahme der Initiative im Kongress wäre diese und ähnliche Gefahren abgewandt. Er geht daher auch weiter auf die politischen Verhältnisse dort ein: "Wichtig ist, dass die Partido Popular (konservative Volkspartei, Anm.) als Regierungspartei für die ILP ist und wir arbeiten schon daran, dass die PSOE (oppositionelle, sozialdemokratische Partei, Anm.) sie auch unterstützen wird und dass diese beiden wichtigsten Parteien für die Stiere sind".
Über den weiteren Ablauf erklärt er: "Derzeit werden die Unterschriften außerhalb von Barcelona an einem sicheren Ort aufbewahrt, den nur zwei Personen kennen, denn wir haben einige Angriffe auf unseren Sitz erlitten: Graffiti die uns als Mörder bezeichneten, an einem anderen Tag konnten wir nicht eintreten, weil sie das Schloss beschädigt hatten." Trotzdem blickt er nach vorne: "Bis September wird man nichts erfahren. Alle diese Angelegenheiten verlaufen langsam. Der erste Schlüssel ist allerdings der Tribunal Constitucional (Verfassungsgerichtshof), dessen Präsidenten Pascual Sala wir zwei Briefe geschrieben haben, damit man über die Verfassungswidrigkeit des Verbots vor dem 1. April entscheidet. Zusätzlich gibt es die 500.000 Unterschriften um Kongress und die Initiative der Partido Popular, die Stiere zum Kulturgut zu erklären. Das alles wird wichtig sein um das Verbot aufzuheben und die Fiesta in Spanien zu schützen."
Der weitere Verlauf der Initiative ist tatsächlich einigermaßen langatmig: zuerst müssen die Unterschriften dem Kongress vorgelegt werden, wo sie verifiziert werden. Sollten dabei Unterschriften für ungültig erklärt werden und dadurch ihre Aanzahl unter 500.000 fallen, ist die Initiative gestorben. Sollte dieser Punkt aber erfüllt sein, hat das zuständige Organ des Kongresses (Mesa del Congreso de los Diputados) sechs Monate Zeit, die Angelegenheit an das Plenum weiterzureichen, wo eine erste Debatte über die Initiative geführt wird und danach eine Abstimmung stattfindet, ob der Gesetzgebungsprozess weitergeführt wird. Eine Hürde, die diese Initiative relativ problemlos meistern wird.
Danach haben die verschiedenen im Parlament vertrenen Parteien die Möglichkeit, den Text durch Änderungsanträge zu beeinflußen, danach wird er an die zuständige parlamentarische Kommission weitergeleitet, die darüber ein Urteil verfasst, das wiederum im Plenum diskutiert wird. Dieser letzte Schritt kann allerdings auch ausgelassen werden, sollte die Kommission dem Text zustimmen. Danach wird der Text an die obere Kammer, den Senat, verwiesen, der in einem ähnlichen Prozedere darüber abstimmen muss. Allerdings gilt auch hier die Zustimmung als sehr wahrscheinlich, da die PP auch in dieser Kammer über eine bequeme absolute Mehrheit verfügt.
Quellen:
Der weitere Verlauf der Initiative ist tatsächlich einigermaßen langatmig: zuerst müssen die Unterschriften dem Kongress vorgelegt werden, wo sie verifiziert werden. Sollten dabei Unterschriften für ungültig erklärt werden und dadurch ihre Aanzahl unter 500.000 fallen, ist die Initiative gestorben. Sollte dieser Punkt aber erfüllt sein, hat das zuständige Organ des Kongresses (Mesa del Congreso de los Diputados) sechs Monate Zeit, die Angelegenheit an das Plenum weiterzureichen, wo eine erste Debatte über die Initiative geführt wird und danach eine Abstimmung stattfindet, ob der Gesetzgebungsprozess weitergeführt wird. Eine Hürde, die diese Initiative relativ problemlos meistern wird.
Danach haben die verschiedenen im Parlament vertrenen Parteien die Möglichkeit, den Text durch Änderungsanträge zu beeinflußen, danach wird er an die zuständige parlamentarische Kommission weitergeleitet, die darüber ein Urteil verfasst, das wiederum im Plenum diskutiert wird. Dieser letzte Schritt kann allerdings auch ausgelassen werden, sollte die Kommission dem Text zustimmen. Danach wird der Text an die obere Kammer, den Senat, verwiesen, der in einem ähnlichen Prozedere darüber abstimmen muss. Allerdings gilt auch hier die Zustimmung als sehr wahrscheinlich, da die PP auch in dieser Kammer über eine bequeme absolute Mehrheit verfügt.
Quellen:
Mundotoro, 24.2.2012: Las 500.000 firmas están fuera de Barcelona en un lugar seguro.
Mundotoro, 25.2.2012: ILP, ¿y ahora qué?
Mundotoro, 25.2.2012: ILP, ¿y ahora qué?
Donnerstag, 23. Februar 2012
"Der Stier ist ein sehr vornehmes Tier"
Die Tageszeitung El Mundo hat unter dem Titel 1 de seis millones (dt. 1 von sechs Millionen) eine Sammlung von Interviews mit Bewohnern der spanischen Hauptstadt Madrid veröffentlicht. Einer der in diesem Rahmen Befragten ist José Manuel Durán, seineszeichens Veterinär der wichtigsten Arena der Welt, nämlich der Plaza de Toros de Las Ventas, die 23.798 Zuschauern Platz bietet und 1931 eingeweiht wurde.
"Die Welt der Stiere trat bereits bevor ich den Beruf des Veterinärs ergriff in mein Leben ein. Schon mein Vater war Veterinär in einer Plaza de Toros. Also hatte ich schon in meiner Kindheit den Wunsch, Torero zu werden."
Nach dieser Erzählung aus früheren Tagen berichtet er, worin seine Aufgabe besteht: "Insgesamt sind bei größeren Veranstaltungen (Corridas de Toros und Novilladas con Picadores) drei Veterinäre im Einsatz, die zwei Untersuchungen durchführen: eine erste Untersuchung ein oder zwei Tage vor dem Festejo und eine zweite definitive am Tag der Veranstaltung. An diesem Tag am Morgen sehen wir uns auch die Pferde der Picadores an. Wenn die Stiere im Chiquero sind, füllen wir Dokumente aus und erledigen den administrativen Aufwand, den die Vorschriften verlangen.
Während der Corrida sind zwei Veterinäre im Callejon und folgen ihr dort, der dritte hingegen sitzt oben in der Loge des Präsidenten und unterstützt ihn. Danach im Schlachthaus untersuchen wir sehr genau die Eingeweide der Tiere, vervollständigen die Dokumentation des Tages und das ist dann alles."
Desweiteren nennt er die Eigenschaften, die ein Veterinär in einer Arene haben sollte: "Als Veterinär muss man eine große Afición hegen. Es ist sehr wichtig, dass der Veterinär die Zuchtbetriebe, Zuchtlinien und die Abstammung der Tiere gut kennt, genauso wie die Arena, in der man arbeitet. In Madrid musst du wissen, dass diese Arena besondere Zuverlässigkeit verlangt. In Sevilla ist die Arena auch erster Kategorie, aber der Stier ist anders. Es gibt beispielsweise Stiere, die sehr große Hörner haben, und dennoch sind sie für Madrid nicht brauchbar. Die Arena von Madrid ist sehr fordernd, und manchmal irren wir uns auch, sogar wenn sehr bekannte Figuras auftreten. Dann siehst du, dass der Stier für jedwede andere Arena gut gewesen wäre, aber hier protestieren sie. Aber man muss konsequent sein in den Dingen, von denen man überzeugt ist, und sich nicht von Meinungen von der Tribüne oder sonstwo beeinflussen lassen."
Zum Schluss erörterte er noch allgemein die Bedeutung der Arena und damit auch die Verantwortung, die man dort hat: "Die gesamte Fiesta Nacional richtet sich nach Madrid. Wir reden vom Rest Spaniens und Süd- und Mittelamerika. Eine ganze Welt hängt von dieser Feria ab. Ich denke, dass sie eine sehr große und erhabene Bedeutung innerhalb der gesamten Fiesta hat."
Dienstag, 7. Februar 2012
Wer den Willen hat, hat auch die Kraft
Der Diestro Juan José Padilla kehrt zurück
Am 7. Oktober 2011 wurde er während der Feria del Pilar in der Plaza de la Misericordia in Saragossa schwerst verletzt. Dabei verlor er das linke Augenlicht, seine Gesichtsmuskulatur und sein Gehörgang wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch kehrt er nicht einmal fünf Monate nach der cornada grave in die Arena zurück.
Bereits vor zwei Wochen verkündete er in einer Pressekonferenz am 4. März in der Plaza de Toros de Olivenza (Badajoz, Extremadura) seine Temporada taurina zu beginnen. Ebenfalls mit ihm im ruedo stehen an diesem Tag die Diestros Morante de la Puebla und José Marí Manzanares. Ihnen gegenüber stehen werden Stiere aus der Ganadería brava Núñez del Cuvillo. Desweiteren bestätige er Auftritte in Valencia und Arles und bezeichnete einen solchen in Sevilla während der Feria de Abril als wahrscheinlich.
"Padilla kommt als Padilla zurück. Ich werde weiterhin El Ciclón de Jerez sein. Ich bin seit 19 Jahren Matador und ein Mann großer Herausforderungen", stellte er klar, dass er trotz seiner körperlichen Beeinträchtigungen seinen Beruf weiterhin auf höchstem Niveau ausüben will.
Im Folgenden war der Torero auch weiterhin medial sehr präsent, beispielsweise in einem Interview mit der Tageszeitung ABC. Dort antwortete er auf die Frage, wie eine so schnelle Rückkehr überhaupt möglich sei: "Das ganze Geheimnis liegt im Kopf. Wer den Willen hat, hat auch die Kraft." Er bestätigte auch, dass er körperlich tatsächlich wieder so weit sei, wie notwendig, um seinen Beruf auszuüben. Insbesondere das räumliche Sehen mit nur einem Auge funktioniert seiner Auskunft nach gut. "Bei einigen Stieren bräuchte ich nicht zwei Augen, sondern vier. Das Gehör ist unangenehmer; ich höre ein dauerndes Pfeifen."
"Die Tauromaquia bedeutet mir neben meiner Familie alles. Ich komme nicht wegen des Geldes zurück, es wäre egoistisch, zuhause zu bleiben", erklärte er seine Beweggründe, um dann über die Zukunft fortzufahren: "Ich bin Padilla und werde als Padilla sterben. Mein Repertoir wird dasselbe sein, und die Augenklappe ist kein Problem. Natürlich werde ich mich auch den 'harten' Ganderías entgegenstellen."
Etwa fünfundzwanzig bis dreißig Corridas plane er für diese Temporada, abhängig von den Ärzten, von denen er weiterhin regelmäßig untersucht wird. Dabei träumt er natürlich von Las Ventas in Madrid und würde auch sofort nach Saragossa zurückkehren.
Desweiteren unterstirch er die besondere Bedeutung seiner Familie: "Ihre Unterstützung war phänomenal. Die Kinder haben mit großem Charakter reagiert, sie haben verstanden, was man von ihnen wollte. Sie sind sehr viel reifer geworden. Sie sind der Ausgleich für mich."
Das Portal mundoro.com wiederum gab seinen Usern die Möglichkeit, direkt Fragen an den Maestro zu stellen, von denen er einige selbst beantwortete. Neben vielen anderen kam die Frage auf, ob er nach seiner schweren Verletzung Angst verspüren wird. "Angst hat man immer. Davor, währenddessen und sogar danach, denn es ist ein riskanter Beruf. Ich habe aber nie darüber nachgedacht, mich zurückzuziehen", war seine Antwort.
"Das Leid ist Teil des Ruhmes", sprach er weiters, und unterstrich damit seine Bereitschaft, nach Saragossa zurückzukehren und dort aufzutreten.
Interessant sind auch seine Ansichten, wie er mit antitaurinos umgehen würde: "Ich würde ihnen Zeit widmen, damit sie die Behandlung des Stiers auf dem freien Feld erfahren und um ihnen die Hingabe der Menschen, die mit derartiger Liebe und Repekt in der Welt der Stiere arbeiten, zu zeigen, und natürlich um sie über die Personen, die von der Fiesta leben und für sie leiden, aufzuklären."
Zum Schluss bedankte er sich noch für die Unterstützung während seiner Rekonvaleszenz: Ich möchte die Möglichkeit nützen, meinen tiefsten Dank an die Gesellschaft, die meine Entwicklung verfolgt hat, und die an die gesamte Afición auszusprechen."
Man wird sehen, ob ihm seine Pläne aufgehen und er so zurückkehren kann, wie er vor dieser schlimmen cornada gewesen ist.
¡Todo lo mejor, Maestro!
Quellen: ABC: Con algunos toros no necesitaría dos ojos sino cuatro, 30.1.2012.
Mundotoro: Torearía otra vez al de Zaragoza y no me cogería, 2.2.2012
Freitag, 3. Februar 2012
José Tomás, der profitabelste Torero
José Tomás ist der Matador mit der größten wirtschaftlichen Zugkraft. Das ist zumindest einem Buch, das von Vicente Royuela, Doktor der Wirtschaftswissenschaften und Forscher an der Universität von Barcelona, veröffentlicht wurde, den Namen "La economía del escalafón" trägt und in dem dieser seine Schlussfolgerungen über die wirtschaftliche Rentabilität der verschiedenen Teilnehmer an der Fiesta de los Toros veröffentlicht.
Royuela hat nicht nur die veranstalteten Feste berücksichtigt, sondern auch eine eigene Rangliste erstellt, die auf einigen wirtschaftsiwssenschaftlichen Modellen und ökonometrischen Analysen basiert, um zu erfahren, welche Toreros, welche Zuchtbetriebe und welche Arenen am rentabelsten für die Unternehmen in der Stierbranche sind.
Seine Schlussfolgerungen, die heute von der Tageszeitung Expansión zusammengefasst wurden, beinhalten, dass José Tomás einer Arene durchschnittlich 4900 Zuschauer bringt und damit 60% mehr Personen anzieht als ein sonstiger Matador, womit sich die Auslastung der Arena, in der er auftritt, um 36,5% erhöht. Der zweite Matador in dieser Rangliste ist Cayetano und der dritte Pablo Hermoso de Mendoza.
In Bezug auf die Zuchtbetriebe garantiert diejenige von Victorino Martín 2750 Zuseher mehr als jede andere, gefolgt von derjenigen von Núñez del Cuvillo mit 2510 Zuschauern mehr. Die rentabelste Arena laut "La economía del escalafón" ist diejenige von Pamplona, die sich an jedem Tag mit Veranstaltung vollständig füllt, während Las Ventas in Madrid diejenige ist, deren Triumphe für zukünftige Verpflichtungen in anderen Arenen am meisten beiträgt.
Alles in allem also keine wirklich weltbewegenden Neuigkeiten, aber positiv, dass diese Eindrücke auch wissenschaftlich bestätigt werden können.
Mundotoro: José Tomás, el más rentable
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