Eine Gruppe von Toreros sandte folgenden Brief an Juan Manuel Santos, den Präsidenten der Republik Kolumbien:
"Wir, die Unterzeichner, wählten den Beruf, den wir heute ausüben unter Inanspruchnahme der Rechte und Garantien, die uns die demokratischen Staaten, in denen wir geboren wurden und in denen wir leben, gewähren, weil er durch das Gesetz und die übergeordneten Verfassungsnormen geschützt ist.
Unser Beruf, den wir außerdem mit Solz ausüben, steht mit ethischen und moralischen Prinzipien im Einklang. Er respektiert Rechte und Freiheiten der Menschen, aber vor allem erlaubt er uns, mit der Gesellschaft verbunden zu sein und zu ihrer Entwicklung beizutragen.
Miguel Ángel Perera, hier in Valencia, ist einer der Unterzeichner des Briefes
Wir Unterzeichner sind Toreros. Unser Beruf trägt zum Wirtschaftswachstum -formal und informal- in den Ländern, in denen der Toreo verwurzelt ist, bei und ist ein Teil kultureller Identität und Reichtum. Eines dieser Länder ist Kolumbien.
Außerdem repräsentieren wir Toreros eine Berufsgruppe und Einzelpersonen die mit einer wirtschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeit erster Güte verbunden sind, die Reichtum für unsere Länder schafft. Mit unserem Beruf sehen wir nicht nur unser Recht auf Arbeit und die Meinungsfreiheit, zwei Grundpfeiler einer Demokratie, verwirklicht. Vielmehr fanden tausende Personen aller sozialen Klassen, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in diesen Sektor einbringen, so die Möglichkeit, ihr Wohlergehen und das ihrer Familien zu garantieren.
Wir, die Toreros, repräsentieren auch Werte und Tugenden die man gut zu einem Modell für die Gemeinschaft zusammenfassen kann. Währende des Laufes der Geschichte, hatten wir und diejenigen, die uns begleiteten und inspirierten, das Glück, Volkshelden zu sein und Vorbilder zu werden für die jungen Generationen, die zum Wachstum und zur Entwicklung der Gesellschaft, in der sie leben, beitragen wollen. Wir waren solidarisch mit den Bedürtigsten, wir haben mit unserer Kunst dazu beigetragen, dass viele Menschen im Unglück die Möglichkeit bekamen, ihre jeweiligen Widrigkeiten zu überwinden.
Auch Enrique Ponce, hier während eines Festivals in Granada, fordert Freiheit für sich und seine Berufskollegen
Wir, die Toreros, und die Staatsbürger, die wir repräsentieren, sind respektvoll mit der Umwelt. Wir sind Teil einer landwirtschaftlichen Aktivität deren einziges Ziel es ist, die Existenz einer Spezies sowie seines Lebensraumes und natürlichen Umfelds, in dem sie gezüchtet wird, zu verteidigen und sicherzustellen.
Aber wir beobachten mit Sorge wie uns ein Teil der Bevölkerung stigmatisierte, unsere Grundrechte auf Ehre und den guten Ruf verletzte und, was das Schlimmste ist, versucht, uns aus der Gesellschaft auszuschließen.
Deshalb wenden wir uns an Sie. Wir kennen Ihre intellektuelle Offenheit sowie Ihre demokratische und progressive Art, die in vielen Entscheidungen und Reformen, die während der ersten Jahre Ihrer Regierung umgesetzt wurden, zum Vorschein kommen. Unser einziges Anliegen ist, als aktive Mitglieder der Gesellschaft, die Sie vertreten, anerkannt zu werden.
Wir wissen beretis, dass die Prioritäten des Landes verhindern, dass sich eine Person Ihrer Würde um ein Problem kümmert, das leicht gelöst werden könnte. Aber es würde uns freuen, wenn Sie uns in Ihrem Amtssitz empfingen, uns kennenlernten und wir so die Möglichkeit hätten, Ihnen unsere Unterstützung und unseren Weg hin zu einem Gesellschaftsmodell, das Sie für Kolumbien vorschlugen, zu zeigen. Ein Land, das wir lieben und respektieren, ein Land, das wir als unser eigenes wahrnehmen, auch wenn wir nicht innerhalb seiner Grenzen geboren wurden.
-Luis Bolívar
-Julián López 'El Juli'
-José Antonio Morante Camacho, 'Morante de la Puebla'
-Enrique Ponce
-José María Manzanares
-Miguel Ángel Perera
-Sebastián Castella"