Dienstag, 3. April 2012

Plakat für Pamplona

Der kolumbianische Maler Diego Ramos Ramírez (geboren 1976 in Cali) hat das Plakat für die diesjährige Feria del Toro während der Sanfermines in Pamplona gestaltet. Dies bestätigte am Freitag Luis Arraiza, Vizepräsident der Casa de Misericordia (Haus der Barmherzigkeit, Pächter der Arena in Pamplona, Anm.), der das Werk als "außerordentlich" bezeichnete.

Das Ölgemälde auf Leinwand zeigt einen schwarzen Stier vor rotem Hintergrund, womit der Künstler laut seiner Aussage "Wirkung erzielen" wollte.

"Vom ersten Augenblick an war mir klar, dass ich einen Stier haben wollte", erklärte Diego Ramos. Er würdigte außerdem, bei der Gestaltung völlige Freiheit gehabt zu haben, desweiteren bekannte er, dass er mit dem Werk "Emotion übermitteln" wollte und er gab an, dass die ausgewählten Farben "viel darüber aussagen, was die Fiesta ist."

Diese Fiesta lernte er 2009 kennen, als er nach Pamplona reiste um in einem Hotel Werke auszustellen. Davon behält er "exzellente Erinnerungen in jeglicher Hinsicht".

Der Künstler, der auch schon in Städten wie Sevilla, Madrid, Córdoba und Valencia ausgestellt hat und unter anderem bereits zwei Plakate für die Corrida de la Beneficencia in Madrid gestaltete, bekannte sich zu seiner Liebe zum Stier, der mit Pamplona verbunden ist. Als er klein war, blieb er bis in die Nacht auf, um im spanischen Fernsehen die Encierros (Stierläufe) der Sanfermines zu sehen und später spielte er mit seinen Freunden, diese Läufe nachzumachen.

Deshalb habe es ihn mit Freudeerfüllt, als er diesen Auftrag der Casa de Misericordia erhalten hat. Deren Verantwortlicher der Kunstkommission Fernando Redón hob die Stiertradition des Malers hervor, an dem er dessen Kunstfertigkeit und seine Afición würdigte.

Zusammen mit dieser Tradition erzählte Diego Ramos, dass er um den Auftrag zu erfüllen von seiner Überzeugung ausging, dass ein Plakat ein "Schrei an der Wand" sein und den "Beobachter einladen" soll.

Über seinen kreativen Prozess im Allgemeinen bekannte der Maler, dass er "schwierig" sei. "Jeden Tag verlange ich mehr von mir und jeden Tag leide ich mehr." Er deutete auch an, dass er sich in einem "Prozess der Zuwendung" befinde, in dem er sich "jeden Tag wohl fühlen" will. "Und fast nie gelingt es mir", fuhr er fort.

Er sagte, dass er auf jeden Fall am Werk weiterarbeiten würde, bis der Moment kommt, in dem er "Energie und Gefühle" verspürt. "Dann höre ich auf, denn ich glaube, dass ich dann einen Teil von mir im Werk gelassen habe", erklärte er, der auch angab, jedes Mal "mit weniger Pinselstrichen mehr auszusagen" zu versuchen.

Mit der Wahl von Diego Ramos führte die Casa de Misericordia die Tradition fort, "unter den wichtigsten Malern" den auszusuchen, den man als "am angemessensten" für das Plakat ansieht.

Vom Plakat wurde 2000 große Exemplare gedruckt, 3500 mittlerer Größe und zum ersten Mal 500 laminierte, die für drei Euro verkauft werden, während die mittleren zwei Euro kosten.


Quelle:



 Diego Ramos Ramírez mit dem von ihm gestalteten Plakat

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